Amie Kaufman
Red Star Rebels
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»Red Star Rebels« von Amie Kaufman
Hunter ist gerade auf der Mars Station angekommen , als der Evakuierungsalarm los geht. Er hetzt zu einer Rettungskapsel, doch er wird nicht mitgenommen. Er ist noch nicht registriert und somit steht ihm kein Platz zu.
Cleo hingegen ist auf so ein Szenario vorbereitet. So wie sie auf alles vorbereitet ist. Oder besser gesagt: Sein muss! Denn sie ist eine Anhalterin und somit illegal auf der Station. Auch sie ist nicht registriert.
Für beide zählt der Countdown unbarmherzig runter...
Doch nicht mangelnd Luft macht den beiden Gestrandeten Sorgen, sondern die Piraten, die die Station entern. Und der Plan, den sie umsetzen wollen.
Das Cover zeigt Cleo in einem Raumanzug . Allerdings nur ihren Kopf, umrahmt von einem Helm. Das Visier ist durchsichtig, so dass man ihr verschmitztes Lächeln sehen kann. Die Szenerie ist in einem Rotton gehalten, der mich sofort an das Rot des Mars denken lässt, auf dem das Buch spielt.
Amie Kaufman hat einen lockeren und gut zu lesenden Schreibstil. Ich kam gut in die Situation und die Geschehnisse hinein und versetzte mich auf eine abgeschottete Mars Station. Amie Kaufman spielt gekonnt mit den erschreckenden Geschehnissen, die eine Evakuierung einer Station in einer lebensfeindlichen Umgebung mit sich bringt. Im Inneren lauert der Tod. Außen ist der Tod. Es scheint kein Entkommen, keine Alternativen zu geben.
Besonders gut gefielen mir die Schilderungen der Station. Ihr Aufbau und wie das Leben dort ist. Alles ist wertvoll und wird benötigt. Was muss das für ein Schlag für die Menschen sein, diese, ihre neue Heimat verlassen zu müssen, weil es einen Unfall gab? Alles stehen und liegen lassen und flüchten. Nichts von den wenigen Habseligkeiten mitnehmen zu können. Alles zurück zu lassen.
Und doch ist das Buch alles andere als beklemmend oder gar Angst einjagend . Vielmehr stehen die Geschehnisse der beiden Protagonisten im Vordergrund.
Hunter, reicher Erbe eines Imperiums auf der einen und auf der anderen Seite Cleo, die vor Kopfgeldjägern auf den Mars geflohen ist und dort als Anhalterin illegal lebt. Unterschiedlicher kann ein Lebensweg nicht sein. Und doch sind die beiden sich sehr ähnlich: Weder Reichtum noch Armut können etwas gegen Einsamkeit tun. Kein Geld der Welt kann einen vor dem Verrat der eigenen Familie schützen. Umso bemerkenswerter ist es, dass Cleo und Hunter charakterlich so stark sind und aneinander noch zu wachsen scheinen.
Die beiden versuchen sich gegen die Piraten und deren Machenschaften zu behaupten, was ein sehr spannendes Katz und Maus Spiel ist und mich gut unterhalten hat.